Manipulationsformen

Vertauschung - interne/externe Verdünnung - chemische Manipulation

Ver­tau­schung

Ma­ni­pu­la­ti­ons­wei­se
Die wohl be­kann­tes­te Form der Ma­ni­pu­la­ti­on bei der Urinkon­trol­le ist die Ver­tau­schung. Der Pro­band ver­sucht in die­sem Fall, ei­ne mit­ge­brach­te "clea­ne" Urin­pro­be statt der ei­ge­nen ab­zu­ge­ben. Hier­bei kom­men am Kör­per ver­steck­te Beu­tel mit ei­nem klei­nen Schlauch zum Ge­ni­tal­be­reich eben­so zum Ein­satz wie kom­mer­zi­el­le Sys­te­me mit in­te­grier­tem Kunst­pe­nis. Auch die Ap­pli­ka­ti­on von Frem­du­rin in die ei­ge­ne Bla­se ist ei­ne aus der Pra­xis be­kann­te Me­tho­de.


Durch her­kömm­li­che Sicht­kon­trol­le lässt sich ei­ne sol­che Ver­tau­schung häu­fig auf­de­cken, je­doch bei wei­tem nicht im­mer. Ver­gleichs­stu­di­en be­le­gen, dass auch bei sorg­fäl­ti­ger Sicht­kon­trol­le das Un­ter­mo­geln von Frem­du­rin ge­lingt. Bei­spiels­wei­se hat sich Prof. Back­mund, Vor­stands­mit­glied der Deut­schen Ge­sell­schaft für Sucht­me­di­zin, 2007 mit die­ser The­ma­tik be­fasst und ist zu ein­deu­ti­gen Er­geb­nis­sen ge­langt. Auch die zu­sätz­li­che Kon­trol­le der Pro­ben­tem­pe­ra­tur hat sich als we­nig hilf­reich er­wie­sen, da der mit­ge­brach­te Urin am oder im Kör­per oder durch klei­ne, tech­ni­sche Hilfs­mit­tel auf die rich­ti­ge Tem­pe­ra­tur ge­bracht wird.


(sie­he hier­zu: G. Skopp, L. Pötsch, J. Be­cker, J. Röh­rich, R. Mat­tern: Zur prä­ana­ly­ti­schen Pha­se che­misch-to­xi­ko­lo­gi­ser Un­ter­su­chun­gen, Rechts­me­di­zin (1998) 8:163 - 167; Sprin­ger-Ver­lag)

 

Un­se­re Lö­sung
Durch die Ein­nah­me ei­nes der ver­schie­de­nen Ru­ma Mar­ker ist si­cher­ge­stellt, dass die ein­ge­reich­te Urin­pro­be auch tat­säch­lich von der rich­ti­gen Per­son stammt. Das La­bor un­ter­sucht, ob der ver­ab­reich­te Mar­ker in aus­rei­chen­der Kon­zen­tra­ti­on in der Pro­be ent­hal­ten ist. Durch wei­te­re Ana­ly­sen wird be­stimmt, ob der Mar­ker tat­säch­lich den Kör­per der Test­per­son durch­lau­fen hat oder even­tu­ell in frem­den Urin ge­spuckt wur­de.

Interne/externe Verdünnung

Manipulationsweise
Häufig wird versucht, durch vermehrtes Trinken vor der Urinabgabe oder die Zugabe von Flüssigkeiten zur Urinprobe den Urin soweit zu verdünnen, dass eventuell enthaltene Drogen unter die Nachweisgrenze fallen.

 

Diese Manipulationsmethode ist in der Wissenschaft gut dokumentiert und insbesondere beim Einsatz von Schnelltests erfolgversprechend.

Unsere Lösung
Durch die Messung der Kreatininkonzentration wird der Urin auf Verdünnung geprüft. Unabhängig davon, ob die Probe intern durch Trinken oder extern durch Zugabe von Flüssigkeit zur Probe manipuliert wurde, hat sich diese Herangehensweise als ausgesprochen zuverlässig erwiesen.

Aber auch hier leistet der Marker wertvolle, zusätzliche Dienste: wird drogenhaltiger Urin mit sauberem Urin verdünnt, kann die Kreatininmessung alleine dies nicht aufdecken, da die Kreatininkonzentration innerhalb des normalen Bereichs bleibt. Jedoch wird durch den Vergleich von Marker- und Kreatininkonzentration auch diese Form der Verdünnung sicher erkannt.

Chemische Manipulation

Manipulationsweise
Ein weiterer Weg, um einem positiven Ergebnis bei der Urinkontrolle zu entgehen, ist die Manipulation mit Chemikalien. Zusätzlich zu den in jedem Haushalt vorhandenen Substanzen wie z. B. Seife, Essig, Zitronensaft oder Bleichmittel gibt es auf dem Markt eine breite Palette verschiedenster Produkte, die eine "saubere" Probe versprechen.


Im Gegensatz zur Verdünnung wird durch die Zugabe von Chemikalien versucht, die Urinprobe für die Analyse unbrauchbar zu machen oder gleich die Drogenmoleküle zu zerstören.

Unsere Lösung
Das Ruma-Marker-System nutzt spezielle, zielgerichtete Analyseverfahren, um das gesamte Spektrum der chemischen Manipulation zu erfassen. Dabei haben wir bei der Entwicklung unseres Verfahrens auch insbesondere jene kommerziellen Produkte berücksichtigt, die bei herkömmlichen Laboranalysen Drogen im Urin erfolgreich "verschwinden" lassen.